DIE LINKE wird noch wichtiger!

27.09.2009
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Was Schwarz-Gelb will ist die eine, was Schwarz-Gelb kann ist die andere Seite 
27. September 2009, 19.30 Uhr: Die erste Prognose des Wahlleiters in Hessen spricht von tollen 8,4 Prozent in Hessen, die hiesige LINKE feiert ihr überwältigendes Wahlergebnis im „elfer“, einem Frankfurter Szenelokal. Zu diesem Zeitpunkt sind Wolfgang Gehrcke vier Dinge wichtig: Sein Dank an die Partei, die Stimmung, die sich gegenüber der LINKEN verändert hat, die Aufgaben der Partei, zu einer Linksentwicklung beizutragen, und keine Angst vor schwarz-gelb.


Zum Dank an die Partei: Sie hat sich großartig engagiert, ihre Direktkandidierenden haben einen bedeutenden Anteil an dem Wahlergebnis, sie geben der Partei ihr Gesicht; Wolfgang selbst ist dankbar, dass die Partei ihm die Möglichkeit gegeben hat, mit ihr und für sie in diesen Wahlkampf zu ziehen und weiter im Bundestag zu arbeiten. 

Zur Stimmung, die sich gegenüber der LINKEN verändert hat: Überall in den Gesprächen der letzten Wochen wurde deutlich, die Menschen nehmen die LINKE in ihrer konkreten Arbeit, nicht zuletzt auch im Bundestag, bewusster wahr, sie haben die LINKE geprüft und viele für sinnvoll gefunden. Es ist bemerkenswert für die Demokratie, dass sich in der Bevölkerung eine Wertschätzung für die – linke – Opposition entwickelt. Alle anderen Parteien und fast alle Medien haben versucht, die „Macht“- und die Regierungsfrage zum eigentlichen Kriterium der Entscheidung zu machen, die Wählenden sind ihnen darin so nicht gefolgt. Das stimmt hoffnungsfroh, eröffnet es doch Chancen für den Kampf um Hegemonie.

Zur Aufgabe der LINKEN: Sind wir großzügig und rechnen Grüne, SPD und LINKE im allerweitesten Sinn zum linken Lager, dann müssen wir zur Kenntnis nehmen, insgesamt hat dieses Lager verloren und größer geworden ist die Aufgabe der LINKEN, zur Bildung eines Blocks der Veränderung beizutragen. Das wird nicht leicht, es gibt viele Unsicherheiten über den Weg, sicher aber führt er über eine konsequente Politik von Demokratie, Frieden und sozialer Gerechtigkeit parlamentarisch, vor allem aber in der Gesellschaft, und einem sowohl sehr weit offenen als auch prinzipienfesten Verhältnis zu verändernden Bewegungen und Parteien.

Zur Angst vor schwarz-gelb: Wir wissen, was FDP und CDU durchsetzen wollen, die Frage aber ist, was sie werden durchsetzen können! In neuer Weise offen ist, wie SPD, Grüne und LINKE in der Opposition um die besten Vorschläge zum Wohl der Menschen miteinander konkurrieren und welche Fähigkeiten zur Mobilisierung Bewegungen, Gewerkschaften und Parteien unter der neuen Regierung entfalten. Auch hier ist die Hauptaufgabe der LINKEN, zu dieser Mobilisierung beizutragen - und zwar als sozialistische Oppositionspartei. 

* Mehr Bilder der Wahlparty befinden sich in unserer Galerie.