im Disput

  • Wolfgang Gehrcke

    Die Meineid-Bande

    Wenn eine Regierung schwört

    Hosianna, Deutschland hat wieder eine Regierung! Oder vielleicht doch eher...nein, das Kreuziget sie ist zu gewalttätig. Also ganz sachlich: Die große Koalition ist in Amt und Würden. Die SPD räumt ihr Schlachtfeld um Ministerposten, zurück bleiben die Geschlagenen wie Sigmar Gabriel oder Martin Schulz (was macht der jetzt eigentlich?), die Sieger machen sich triumphierend davon, hoffend, dass ihr mehrfacher Verrat an Respekt und Solidarität nicht in Erinnerung bleibt. Jetzt geht das Gerangel der Parteien und Ministerinnen, Minister um den jeweils eigenen Einfluss in der Regierung und die eigene Wahrnehmung in der Öffentlichkeit los.
  • Wolfgang Gehrcke

    Kalter Krieg von der Münchener Sicherheitskonferenz 2018

    Von der diesjährigen Münchener (sogenannten) Sicherheitskonferenz gehen fast ausschließlich Ankündigungen, Reden und Forderungen für neuerliche Rüstungspolitik aus. Die Münchener SiKo startete wenige Tage nach dem 75. Jahrestag der siegreichen Wende in der Schlacht um Stalingrad. Es wäre zu hoffen gewesen, daß auch in München diesem Ereignis Rechnung getragen wird. Doch es hat in München nicht nur keine Aufmerksamkeit gefunden, sondern im Gegenteil: dominierend in München waren antirussische Reden. Wieder wurde eine Chance für einen neuen Sicherheitsdialog vergeben.
  • Wolfgang Gehrcke

    Große Koalition ist Großer Mist

    Mit einem erneuten Einstieg in eine große Koalition bindet sich die SPD erneut in die Regierungspolitik in unserem Land ein. Der Preis ist bereits heute ein erheblicher. Man stelle sich nur einmal vor, wenn SPD und Linke parlamentarisch und vor allem auch außerparlamentarisch zusammenarbeiten würden. Grundlage dafür könnte ein gemeinsames Minimalprogramm zur Veränderung unseres Landes, genauer gesagt für eine bessere Politik in Deutschland und in Europa sein.
  • Wolfgang Gehrcke

    Worauf kommt es heute an?

    Zur Kundgebung auf dem Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin

    Ich wünsche eine Linke, die eintritt für die Freiheit des Geistes und des Wortes ebenso wie für soziale Gerechtigkeit und eine endgültige Überwindung von Kriegen und Gewalt. Das sind die Ziele, warum ich mich in linken Bewegungen Zeit meines Lebens engagiert habe. Die Linksfraktion im Bundestag hat keinem einzigen Bundeswehreinsatz im Ausland zugestimmt. Das soll auch so bleiben. Kampf für den Frieden ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne Frieden. DIE LINKE ist eine Friedenspartei, sie ist die Partei für soziale Gerechtigkeit, eines ist sie ganz bestimmt nicht: Eine Zensurpartei.
  • Wolfgang Gehrcke

    Liebe Evelyn Hecht-Galinski,

    zur heutigen Kundgebung auf dem Rosa-Luxemburg-Platz

    Liebe Evelyn Hecht-Galinski, da wir uns lange kennen und Sie heute nach mir auf der Kundgebung sprachen, ohne dass wir dann noch einige Worte wechseln konnten, erlaube ich mir auf diesem Wege einen Widerspruch zu einem Tenor in Ihrer Rede zu äußern.   Ich bin strikt gegen das Verbrennen (auch) israelischer Fahnen ...
  • Christiane Reymann

    Es gibt sie, die politische Rechte und auch die politische Linke

    Zur Kundgebung auf dem Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin

    Rosa Luxemburgs Satz von der Freiheit der Andersdenkenden wird so häufig und so beliebig zitiert, dass es manchmal schon ein bisschen viel ist. Doch hier und heute passt er doppelt. Denn wir stehen auf dem Rosa-Luxemburg- Platz und wir demonstrieren gegen Zensur und für Meinungsfreiheit. War Rosa Luxemburg für Meinungsfreiheit für alles und jeden? Nein, sie hatte ein klares Bild von denen, die Frieden und Demokratie bedrohen. Gegen die hat sie gekämpft über die hat sie aufgeklärt, von ihnen wurde sie in Festungshaft und ins Gefängnis gesteckt, die Feinde von Frieden und Demokratie haben Rosa Luxemburg ermordet und im Landwehrkanal ertränkt. Faschismus – und ich möchte hinzusetzen: Rassismus, rechte Hetze – sie sind keine Meinung, sie sind ein Verbrechen.
  • Christiane Reymann und Wolfgang Gehrcke

    Unsere Antwort

    An die Mitglieder des Parteivorstands der Partei DIE LINKE, an Katja Kipping, Bernd Riexinger und Harald Wolf

    Euer Beschluss verdächtigt uns der Querfront-Strategie. Querfront, das ist eine Strategie, um rechtes Gedankengut in linke Bewegungen einzuschleusen. Das ist ein schlimmer Vorwurf an unsere Adresse, nicht bewiesen und nicht zu beweisen, er ist nur eins: diffamierend und falsch. Im Gegenteil: Wir zerbrechen uns den Kopf und arbeiten daran, wie man gegen die dramatische Rechtsentwicklung in unserem Land und in Europa einen breiten antifaschistischen Widerstand aufbauen und stärken kann; in ihm müssen sich immer mehr Kräfte engagieren, die aus eigenen Motiven und Überzeugungen mit den Verhältnissen so, wie sie sind, unzufrieden sind.
  • Norman Paech & Diether Dehm

    Spielt nicht mit den Schmuddelkindern!

    Als sie 1971 in ihrem SPD-Unvereinbarkeitsbeschluss verboten, dass wir Sozialdemokraten mit Kommunisten gegen die NPD demonstrieren, erklärten sie, dies geschähe aus tiefer historischer Läuterung. Immerhin hätten die Kommunisten einst die Front gegen Hitler gespalten. Und das waren später auch nicht die Gleichen, wie die, die dann gegen uns Funktionsverbote erließen: „Nicht etwa, weil ihr mit Kommunisten gegen Atomraketen demonstriert habt ...
  • Wolfgang Gehrcke und Christiane Reymann

    Denunziation? Nein Danke! - Stigmen statt Argumente sind von übel

    Zur Diskussion um die Lederer-Babylon-Jebsen-Zensur

    Am 17. November hatten wir in unserem Umfeld einen Text Empört Euch gegen das Berliner Verdikt, eine Zensur findet statt, verbreitet. Die Resonanz war überwältigend. Die Beiträge, die bis zum 22.11. eingegangen sind, sind auf der Website www.wolfgang-gehrcke.de nachzulesen. Wir bedanken uns bei allen für ihre Kritik, Unterstützung und die eigenen Gedanken, die sie zu diesem Thema aufgeschrieben und damit öffentlich gemacht haben.
  • Wolfgang Gehrcke

    Unterstützung, Kommentare, Kritik

    vorerst bis 22.11.2017, 23:55 Uhr zum Aufruf: EMPÖRT EUCH!

    Am 14.Dezember soll im Berliner kommunalen Kino Babylon der Karls-Preis für engagierte Literatur und Publizistik an den Journalisten und Medienmacher Ken Jebsen vergeben werden. Hier nun die Reaktionen zu unserem Aufruf für dieses Ereignis.
  • Diether Dehm, Wolfgang Gehrcke, Christiane Reymann

    BITTE HELFT, ZENSUR ZURÜCKZUWEISEN

    EMPÖRT EUCH!

    Am 14.Dezember soll im Berliner kommunalen Kino Babylon der Karls-Preis für engagierte Literatur und Publizistik an den Journalisten und Medienmacher Ken Jebsen vergeben werden. Ob es bei dem Ort bleibt, ist derzeit unsicher, denn Kultursenator Klaus Lederer (DIE LINKE) übt Druck aus. Er schrieb am 13. November auf Twitter: Der Preisträger sei „durch offen abgründigen Israelhass, die Verbreitung typisch antisemitischer Denkmuster und kruder Verschwörungstheorien in Erscheinung getreten ... Ich bin entsetzt, dass ein Kulturort in Berlin diesem Jahrmarkt der Verschwörungsgläubigen und Aluhüte eine Bühne bietet. Vom Geschäftsführer des Kinos Babylon würde ich mir angesichts dessen die Courage wünschen, zu sagen: Als Plattform für diesen Wahnsinn stehen wir nicht zur Verfügung.“ Finanziell von der Kulturbehörde abhängig, hat sich das Babylon vorerst dem Druck von oben gebeugt. Dieser Druck hat einen Namen: ZENSUR!
  • Von der Geißel drohender Kriege befreien ...

    Die Toten von Stalingrad finden keine Ruhe. Die Erde ist immer noch übersät von sterblichen Überresten ums Leben gekommener Soldaten. Erst kürzlich wurde bei Bauarbeiten wieder ein Massengrab mit über Tausend von ihnen gefunden. Vielleicht ist es so, denke ich, dass die Toten von Stalingrad erst dann Ruhe finden, wenn die Lebenden sich von der Geißel drohender Kriege befreit haben ...
  • Dialog statt Konfrontation

    Kein Ort ist in Zeiten des kalten Krieges besser geeignet für die Suche nach Verständigung als Wolgograd/Stalingrad. Hier beginnt heute das Internationale Forum der Volksdiplomatie "Dialog an der Wolga". Unser erster Weg führte uns auf das Feld der grausamsten Schlacht des letzten Krieges, den Mamajew-Hügel und zur "Mutter Heimat" ...
  • Wolfgang Gehrcke

    Trump-Rede vor der UNO ist Kriegshetze

    Pressemitteilung

    Trump stellt das Leben von Millionen Menschen zur Disposition. Er drohte Nordkorea mit ‚totaler Vernichtung‘, und provozierte so dessen Machthaber Kim Jong Un, seinen unseligen Griff nach der Bombe noch zu beschleunigen“, erklärt Wolfgang Gehrcke, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, zur ersten Rede von US-Präsident Donald Trump vor der Generalversammlung der UN.
  • Interview von Ralf Wurzbacher mit Wolfgang Gehrcke

    »Die Atombombe macht noch keine Weltmacht«

    Wolfgang Gehrcke (Stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke) ruft Nordkorea und USA zur Deeskalation auf. Auch die BRD solle mit der Sanktionspolitik Schluss machen.
  • Wolfgang Gehrcke, Siegfried Ransch und Christiane Reymann

    rote blätter 4: Fünf gegen Eine

    Abrüstung, Russland, Frieden im Wahlkampf - ein Vergleich

    Mit Außenpolitik sei kein Wahlkampf zu gewinnen, lautet ein landläufiges Argument. Nur stimmt es so nicht; geschichtlich hat Willy Brandt entscheidend mit der Neuen Ostpolitik gewonnen und Gerhard Schröder mit seinem Versprechen, keine deutschen Soldaten in den Irakkrieg zu schicken. Hinzu kommt, dass in diesem Bundestagswahlkampf so eng wie selten zuvor „Außenpolitik“ mit Innerem und Sozialem verwoben ist ...
  • Wolfgang Gehrcke & Christiane Reymann

    Scheitern oder Hoffnung?

    Die Verhandlungen in Genf für einen Frieden in Syrien sind schwierig.

    Von den Medien so gut wie nicht beachtet, hat die siebte Runde der Syrienverhandlungen in Genf stattgefunden. Laut Headline der taz vom 16. Juli sind die „Friedensgespräche erneut gescheitert“. Das sei die Bilanz des UN-Sonderbeauftragten für Syrien, Staffan de Mistura, der zugleich den Vorschlag des französischen Präsidenten Macron guthieß, den jener auch Donald Trump unterbreitet habe ...
  • Wolfgang Gehrcke

    Wolfgang Gehrcke und Wolfgang Ischinger im Gespräch bei phoenix

    "Der lachende Dritte – Wladimir Putin und der zerstrittene Westen"

    Seit Donald Trumps Amtsübernahme knirscht es bedenklich im Verhältnis zwischen den USA und den europäischen Nato-Partnern. Vordergründig geht es um eine gerechte Verteilung der Kosten - im Kern aber um nicht weniger als die Frage, wie solidarisch der „Westen“ sicherheitspolitisch aufgestellt ist. Europa sieht sich vor die Aufgabe gestellt, selbst für sich einzustehen ...
  • Wolfgang Gehrcke, Christiane Reymann

    rote blätter 3: Die Linke und NATO, Trump, Macron

    Zunehmende Widersprüche in kapitalistischen Gesellschaften

    Widersprüche innerhalb kapitalistischer Gesellschaften nehmen zu, die Ungleichzeitigkeit der Entwicklung auch.
  • Deutschland sollte sich nicht selbst seiner politischen Möglichkeiten berauben

    Ich habe die Argumente für die Weiterführung des Einsatzes der deutschen Marine vor der libanesischen Küste gehört. Es sind im Grunde noch immer dieselben wie vor 11 Jahren. Sollten wir uns nicht eher fragen, was müsste Deutschland tun, um einen Beitrag zur Befriedung der Region zu leisten? Die LINKE macht dazu andere Vorschläge: Politisches Agieren, nicht Militäreinsätze. Keine Waffenlieferungen in die Region. Stärkung der UN zur Sicherung eines gerechten Friedens.
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