Weil Solidarität geblieben ist

10.01.2017

Guten Morgen aus Nicaragua, liebe Genossinnen und Genossen!

Hier in Managua stehen die Zeiger auf 9.30 Uhr. Ich bin hier und eingeladen zur Amtseinführung des wiedergewählten nicaraguanischen Präsidenten Daniel Ortega. Diese Einladung hat mich sehr gefreut und ich denke, sie ist auch eine Ehre für unsere Fraktion, für unsere internationale Politik und für die Entwicklungszusammenarbeit.

Ich denke zurück an die Aktionen der Solidarität, an die internationalen Soli-Brigaden, an die Brigade Carlos Fonseca, an die Nicaragua-Solidaritätskomitees, an das Karl-Marx-Krankenhaus der FDJ. Ich erinnere mich an viele Genossinnen und Genossen, die ihren Urlaub gespendet haben, um bei der Elektrifizierung des Landes mitzuwirken. Zwei sind mir dabei besonders in Erinnerung geblieben: Rudi Christian, Betriebsratsvorsitzender auf einer Hamburger Werft, der mit vielen Brigaden hier im Land war, und Hermann Mädler, der unermüdlich die Dinge, die gebraucht wurden, organisiert hat: Container, um das Solimaterial zu verpacken, Telegrafenmasten, Leitungskabel und vieles mehr.

Ich weiß, die Zeiten haben sich geändert – zum Positiven konnten sie sich aber nur ändern, weil hier im Land angepackt worden und weil Solidarität geblieben ist.

Reisetagebuch 1 - Nicaragua