Alternativen suchen

01.08.2013

Strategisch rückt für die Linke in Lateinamerika, für das Foro São Paulo, die Zusammenarbeit mit der europäischen Linken wieder mehr ins Zentrum der Überlegungen. Die USA verlieren zwar weltweit an Einfluss, aber trotzdem – oder gerade deshalb – wächst die Tendenz in der US-amerikanischen Politik, Lateinamerika wieder zu ihrem Hinterhof zu machen. Eine Kette von Militärstützpunkten in verschiedenen lateinamerikanischen Ländern wird aktiviert und neu aufgebaut. Die Kooperation USA – Kolumbien spielt dabei eine zentrale Rolle. US-Aggressionen richten sich besonders gegen Venezuela und in vielen Stellungnahmen US-amerikanischer Politiker ist die Bereitschaft zu verspüren, sich mit dem Wahlsieg von Nicolas Maduro nicht abzufinden. Die Erfolge der Linken in Lateinamerika müssen schwer verteidigt werden. Das heißt, die Bevölkerung muss jeden Tag neu dafür gewonnen werden. Es gibt keinen Automatismus für linke Wahlsiege. Viele Linke in Lateinamerika schauen aufmerksam nach Deutschland und hoffen, dass die LINKE in Deutschland eine deutliche Alternative zur Austeritätspolitik der gegenwärtig Herrschenden formuliert. (1.8.2013)