Lateinamerika

  • Wolfgang Gehrcke

    Weiterverhandeln statt militantem Umsturz

    Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE

    Das Ergebnis der Verfassungsabstimmung in Venezuela dokumentiert, dass es Chancen für eine demokratische Neugestaltung in Venezuela gibt, die ergriffen werden sollten. Eine Verfassungsreform war sehr lange Zeit Forderung der Opposition in Venezuela, die jetzt auf einmal, nachdem sich eine große Mehrheit dafür ausgesprochen hat, Verfassungsreform mit einer Diktatur durch den Präsidenten Maduro gleichsetzt.
  • Bruderschaft

    Die Zusammenarbeit der Linken Lateinamerikas, das Verhältnis der europäischen Linken zur Linken in Lateinamerika und eine Veränderung der deutschen Nicaraguapolitik zu mehr Vernunft und Zusammenarbeit waren die zentralen Themen des Gespräches mit Präsident Daniel Ortega, das ganz überraschend zum Abschluss meines Aufenthaltes ermöglicht wurde ...
  • Gemeinsame Verantwortung

    Nicaragua geht in Richtung sozialer und demokratischer Veränderungen. Der Bürgerkrieg (1981 bis 1990) hat tiefe Spuren hinterlassen, die heute noch spürbar sind. Auch in fast jeder Familie trafen Contras und Sandinistas aufeinander. Ortega sprach bei seiner Amtseinführung darüber, warum es richtig war, nachdem die Sandinisten abgewählt worden waren, die Macht abzugeben und sich neues Vertrauen zu erwerben ...
  • Frieden, Demokratie, Selbstbestimmung und Gewaltfreiheit

    Daniel Ortega hat die Insignien seines Amtes erhalten. Auf einer Großkundgebung, zu der viele Ortega-Freunde, Kampfgefährten aus verschiedenen Teilen der Welt gekommen sind, legten er und die Vizepräsidentin Rosario Morillo den Eid auf die Verfassung ab. Aus den Händen des neugewählten Vorsitzenden der Nationalversammlung Gustavo Porras erhielt Daniel Ortega die Präsidentenschärpe ...
  • Weil Solidarität geblieben ist

    Angekommen in Nicaragua denke ich zurück an die vielen Aktionen der Solidarität auch aus Deutschland - aus der Bundesrepublik wie aus der DDR. Mein kleines Reisetagebuch beginnt hier ...
  • Wolfgang Gehrcke

    Abkommen auf Augenhöhe

    Presseerklärung von Wolfgang Gehrcke zum Kooperationsvertrag zwischen der EU und Kuba

    Die LINKE begrüßt das Abkommen EU-Kuba. Es ist ein Abkommen, das durch die Gleichrangigkeit der Partner geprägt ist. Nicht von oben herab, sondern von gleich zu gleich kann auch die Zusammenarbeit Kubas und Deutschlands entschieden verbessert werden. Felder einer möglichen Zusammenarbeit sind ausgemacht: ...
  • Insel der Freiheit

    1. Dezember 2016 – auf dem Rückweg aus Havanna Auf den Straßen und Plätzen in Havanna nahmen mehr als eine Million Menschen Abschied von Fidel. Der Trauerzug bis nach Santiago de Cuba wird rechts und links von Menschen gesäumt. Daniel Ortega brachte es in seiner Rede auf den Punkt. Er rief: Wo ist Fidel? Und Massen antworteten ihm: Wir sind Fidel! Dieses Intermezzo ist typisch für die Zeit von Fidel Castro ...
  • Adios, Comandante!

    Die Revolution hat einen großen warmherzigen, mutigen Streiter der Gerechtigkeit verloren, dessen Ideen einer gerechteren Welt, in der Hunger, Krankheiten, Unwissen keinen Platz mehr haben sollen, wir weitertragen werden. Fidel Castro ist tot, aber sein Werk wird nicht nur ihn überleben. Wir trauern um Comandante Fidel und nehmen Abschied ...
  • Für gute zwischenstaatliche Beziehungen

    Besuch des kubanischen Außenministers Bruno Rodríguez Parrilla in der Bundesrepublik Deutschland vom 8. bis 10. Mai 2016

    Nach den Besuchen des deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier (Juli 2015) und des deutschen Wirtschaftsministers Sigmar Gabriel (Januar 2016) in Kuba weilt nun der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla zu einem offiziellen Besuch in der Bundesrepublik Deutschland. Dieser Besuch ist ein vorläufiger Höhepunkt in der Neuordnung der Beziehungen der Bundesrepublik zu Kuba. Deutschland hatte im Jahr 2003 die Beziehungen zu dem sozialistischen Land auf Eis gelegt. Ein schon unterschriftsreifes Kulturabkommen wurde damals nicht abgeschlossen, und die Bundesrepublik boykottierte z.B. die Internationale Buchmesse in Havanna, zu der sie als Ehrengastland eingeladen war. Erst ab 2006/2007 gab es von deutscher Seite wieder zaghafte Signale in Richtung Kuba, die Beziehungen wieder verbessern zu wollen.
  • Tauwetter nutzen - Beziehungen zu Kuba weiter verbessern

    "... eine Liebeserklärung"

    Ich finde es eigentlich angesichts der schwierigen außenpolitischen Themen, über die wir hier öfter diskutieren, sehr schön, einmal ein Thema zu haben, über das man mit etwas Freude reden kann. Für mich sind in den letzten Wochen und Monaten 50 Jahre Eiszeit, die wir in den Beziehungen zu Kuba gehabt haben, so langsam zu Ende gegangen. Die Eiszeit war gekennzeichnet durch die Antwort der USA auf die kubanische Revolution. Es gab eine ganze Serie von Mordanschlägen auf Fidel Castro, die Eiszeit war geprägt durch das Nicht-zur-Kenntnis-Nehmen der Umgestaltung der kubanischen Gesellschaft und durch eine Geringschätzung der kubanischen Kultur.
  • Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker

    Gerardo Hernández (Cuban 5) zu Besuch bei der Linksfraktion

    Gerardo Hernández, der als einer der „Cuban 5“ 17 Jahre in US-Haft war, besuchte heute den von Wolfgang Gehrcke geleiteten Arbeitskreis Frieden und Internationale Politik sowie die Fraktionssitzung der LINKEN. Die „Cuban 5“ hatten in den USA eine exilkubanische Terrorgruppe infiltriert, um Anschläge auf Kuba zu verhindern ...
  • Gedanken zum 11. September 1973: Sozialismus oder Barbarei

    Vor 40 Jahren wurde in Lateinamerika die nach Kuba erste Linksregierung mit Gewalt gestürzt, weggeputscht mit Hilfe der USA und der CIA. Die Bilder des putschenden Militärs, das den Präsidentenpalast La Moneda aus der Luft bombardiert, die Bilder der Soldatenstiefel waren das Menetekel, dass der US-Imperialismus es immer wieder versuchen wird, auch in anderen Ländern das Rad der Geschichte zurückzudrehen ...
  • Einheit in der Vielfalt

    Widerstand gegen US-Hegemoniebestrebungen und Ringen um Kooperation: In Brasilien trafen sich Vertreter linker Parteien beim Foro de São Paulo Bericht von Heinz Bierbaum und Wolfgang Gehrcke "Chávez vive, la lucha sigue – Chávez lebt, der Kampf geht weiter", diese auf dem "Foro de São Paulo" oft skandierte Losung kann man durchaus als Motto des diesjährigen Linken-Treffens in Brasilien bezeichnen ...
  • Die Linke Lateinamerikas hat auch der europäischen Linken die Tore geöffnet

    Das São-Paulo-Forum hat wichtige Beschlüsse gefasst. Unter anderem ein tolles Schlussdokument und einen interessanten Arbeitsplan. Heinz Bierbaum, Dietmar Schulz und ich werden diese Papiere in den nächsten Tagen veröffentlichen. Wir werden unsere Eindrücke von der lateinamerikanischen Linken, von unseren Debatten und Fragen allen zur Verfügung stellen ...
  • Einheit und Integration

    ..., das sind Schlüsselbegriffe der inhaltlichen Debatte des 19. São Paulo Forums. Linke in vielen lateinamerikanischen Staaten sind davon überzeugt, dass die USA eine Gegeninitiative (Konterrevolution) ergreift, um eine weitere Linksentwicklung in Lateinamerika zu stoppen. In der Tat steht die Entwicklung in vielen Ländern auf Messers Schneide ...
  • Alternativen suchen

    Strategisch rückt für die Linke in Lateinamerika, für das Foro São Paulo, die Zusammenarbeit mit der europäischen Linken wieder mehr ins Zentrum der Überlegungen. Die USA verlieren zwar weltweit an Einfluss, aber trotzdem – oder gerade deshalb – wächst die Tendenz in der US-amerikanischen Politik, Lateinamerika wieder zu ihrem Hinterhof zu machen ...
  • Foro de São Paulo - 19. Treffen lateinamerikanischer Linker

    Angekommen in São Paulo – back to the roots –, dem Ort der Gründung des Foro São Paulo und mitten hinein in die brasilianischen Auseinandersetzungen. Die Linke aus Europa könnte, wenn sie mit wachen Augen und offenen Ohren auf die lateinamerikanische Linke zugeht, viel lernen und für ihre Kämpfe profitieren ...
  • Ein neuer Internationalismus

    Die Rückgewinnung des Internationalen – ein neuer Internationalismus – wird eines der Kernthemen weltweiter programmatischer Arbeit sein. Dabei geht es um Inhalte. Das Parteiprogramm der LINKEN ist ein erster Versuch, Antworten aus der heutigen Sicht zu geben. Europäische Antworten stehen noch aus, vor dieser Aufgabe steht auch der nächste Parteitag der Europäischen Linken, der vom 13 ...
  • Deutsche Bundesregierung bezeichnet Wahlprozess in Venezuela als fair und korrekt

    Der Leiter des Arbeitskreises internationale Politik der Fraktion DIE LINKE im Bundestag Wolfgang Gehrcke erklärt: „Zahlreiche internationale Beobachter und auch die Bundesregierung stufen den Wahlprozess in Venezuela als fair ein. Dies ergab am Mittwoch ein Gespräch zwischend der Bundesregierung und den Mitgliedern des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages am Mittwoch den 17 ...
  • Ich wünsche Hugo Chávez baldige Genesung

    Einige öffentliche Debatten um die Vereidigung des venezolanischen Staatspräsidenten Hugo Chavez widern mich an. Das Mindeste, was man erwarten darf, ist ein respekt- und kulturvoller Umgang mit der Erkrankung von Hugo Chavez. Es soll nicht übersehen werden, dass Chavez die Präsidentschaftswahlen mit einem herausragenden Ergebnis gewonnen hat und zu den markanten Persönlichkeiten Lateinamerikas gehört ...
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